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Im Rahmen des Jahresprogramms zum Doppeljubiläum – 700 Jahre Pfarrei und 140 Jahre Pfarrkirche, fand am Freitagabend, 8.5. eine feierliche Maiandacht im Pfarrhof Zell statt. Zahlreiche Gläubige versammelten sich rund um die kleine Kapelle im Pfarrgarten, die eingebettet zwischen blühenden Obstbäumen und bei strahlendem Sonnenschein, ein besonderes Ambiente, darbot. Für die Andacht war Weihbischof Dr. Josef Graf nach Zell gekommen.
Der Festausschuss hatte die Feierlichkeiten sorgfältig vorbereitet und für einen würdigen Rahmen gesorgt. Der Überlieferung nach soll sich an der Stelle der heutigen Kapelle einst der Altar der alten Kirche befunden haben, die früher neben dem Pfarrhaus stand. Musikalisch umrahmt wurde die Maiandacht von der Blaskapelle Zell.

Unter den Mitfeiernden befanden sich auch Dekan Ralf Heidenreich sowie Pfarrer Tinu Nedumbakaran und Pastoralreferent Thomas Probst, genauso wie einige Klosterschwestern mit Sr. Birgitta. In seiner Ansprache erinnerte Weihbischof Graf daran, dass der Monat Mai in besonderer Weise der Verehrung der Gottesmutter Maria gewidmet sei. Gerade in schwierigen Zeiten könne der Glaube den Menschen Halt und Zuversicht schenken.
Besonders die Mutter Gottes sei für viele Gläubige eine wichtige Stütze und ein Zeichen der Hoffnung. Im Anschluss an die Maiandacht nutzte man die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit dem Weihbischof und bei Getränken und warmen Leberkässemmeln klang der Abend in geselliger Runde gemütlich aus.

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Ein gut gefüllter Saal im Gemeindehaus Martinsneukirchen zeugte am Sonntag, 19. April, vom großen Interesse an der Geschichte der Pfarrei Zell. Rund 70 Zuhörer waren gekommen, um den Vortrag von Dr. Manuela Daschner zu verfolgen, der im Rahmen des Jubiläumsjahres „700 Jahre Pfarrei Zell und 140 Jahre Pfarrkirche“, stattfand. Unter dem Titel „Historie – sieben Jahrhunderte bewegte Geschichte“ spannte die Referentin einen weiten Bogen von den Anfängen im Mittelalter bis in die Neuzeit.
Gleich zu Beginn erläuterte Daschner die aufwendige Recherchearbeit. Historische Quellen seien oft lückenhaft, erklärte sie, und müssten wie ein Puzzle aus unterschiedlichsten Archiven und Dokumenten zusammengesetzt werden. Trotz dieser Herausforderungen gelang es ihr, die Entwicklung der Pfarrei Zell anschaulich und detailreich darzustellen.
Im Mittelpunkt ihres einstündigen Vortrags stand die wechselvolle Geschichte der Region. Ausgehend vom 14. Jahrhundert mit dem Pfarreienverzeichnis von 1326 und der Bedeutung der Burg Lobenstein führte sie durch die Wirren der Hussitenkriege und die Zeit der „Hofer von Lobenstein“. Auch die Glaubensspaltung und die Teilung des Ortes im 16. Jahrhundert nahm breiten Raum ein. So wurde Zell nachweislich 1538 in Oberzell und Unterzell geteilt – eine Grenze, die bis 1808 Bestand hatte.
Einen eindrucksvollen Einblick bot die Darstellung des 17. Jahrhunderts, das stark vom Dreißigjährigen Krieg geprägt war. Plünderungen, Brandschatzungen und Truppendurchzüge hinterließen ihre Spuren. Nicht unbedingt durch den Kampf, sondern durch dessen Folgen: Seuchen, Unterernährungen und Infektionen – kostete ein Drittel der Bevölkerung das Leben. Auch kirchliche Veränderungen blieben nicht aus: Nach der Flucht des Pfarrers im Jahr 1632 übernahm das Kloster Frauenzell die Seelsorge, bevor die Pfarreien schließlich inkorporiert wurden.
Im 18. Jahrhundert standen zahlreiche Kirchenbauten und Erweiterungen im Fokus, während das 19. Jahrhundert von Reformen und Umbrüchen geprägt war. Die Säkularisation brachte tiefgreifende Veränderungen mit sich, darunter die Neuordnung der Pfarreien und die Auflösung von Klöstern. Besonders die Eingliederung von Martinsneukirchen als Filiale der Pfarrei Zell führte über Jahrzehnte hinweg zu Spannungen, die erst im Laufe des 19. und frühen 20. Jahrhunderts abklangen.
Anschaulich untermauert wurde der Vortrag durch Kartenmaterial, das die Entwicklung von Ortsnamen, Pfarreigrenzen und Adelssitzen verdeutlichte. Auch die Geschichte der Burg Lobenstein sowie die politischen Einflüsse der Oberpfalz und des Hausvertrags von Pavia fanden Beachtung.
Zum Neubau der Pfarrkirche im 19. Jahrhundert verwies die Referentin auf eine kommende Festschrift, die es am 7. Juni beim Pfarrfest zu erwerben gibt und weitere Einblicke bieten wird. Der aktuelle Vortrag habe bewusst den Schwerpunkt auf die 700-jährige Geschichte der Pfarrei gelegt, während die Kirche selbst im Rahmen einer weiteren Kirchen-Führung im Oktober näher betrachtet werde.
Zum Abschluss bedankte sich Dr. Manuela Daschner beim Publikum für das große Interesse. Die Zuhörer honorierten das Gehörte mit langanhaltendem Applaus. Der Vortrag machte deutlich, wie facettenreich und lebendig die Geschichte der Pfarrei Zell ist – und wie sehr sie die Region bis heute prägt. In der anschließenden Fragerunde an sie, gab es noch einige interessante Antworten.
Auch Dekan Ralf Heidenreich zeigte sich beeindruckt von der Leistung der Rednerin. Er würdigte insbesondere die intensive und detailreiche Recherchearbeit: „Hut ab und Vergelt’s Gott für diesen Einsatz.“ Zudem dankte er dem Festausschuss-Team für die Bewirtung mit Getränken und Kaffee.
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Am vierten Fastensonntagnachmittag versammelten sich die Firmkinder aus der Pfarreiengemeinschaft Wald und Zell, sowie deren Eltern und viele Bittgänger, um im Rahmen des Doppel-Pfarrjubiläums den Kreuzweg zu beten, der sich auf den Weg zur Burg Lobenstein hinauf befindet. Trotz eines wolkenbehangenen Himmels zogen Pfarrer Tinu Nedumbakaran und Diakon Klaus Schülein mit den Firmkindern - betend und singend vom Pfarrhof Zell weg hinauf zum Burgberg, zur ersten Station von insgesamt 14.
Ein Holzkreuz, dass immer ein anderes Mädchen oder Junge trug, ging dazu allen Gläubigen voran. An jedem Stein, der eine Kreuzwegstation innehat, wurde Halt gemacht und jeder der Firmlinge las und betete an einer der Stationen. Alle stimmten dazu jeweils mit einem Lied ein, bevor man wieder zur nächsten Kreuzwegstation ging. Nach der letzten Station am Burgberg, bedankte sich Pfarrer Tinu und Diakon Schülein für die Teilnahme.

Nach diesem Programmpunkt des Jubiläumsjahres, folgen am 19.4. ein Vortrag von Dr. Manuela Daschner in Martinsneukirchen und eine Maiandacht im Zeller Pfarrgarten am 8.5. Mit großen Schritten geht es dem feierlichen Pfarrfest am 7.6.2026 entgegen und auch die Firmung, die am 3.Juli sein wird, findet im Jubiläumsjahr treffend in Zell in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt statt.
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Geselligkeit, gemütliches Miteinander und auch mal persönlich mit den Geistlichen der Pfarrei ins Gespräch kommen – das war beim Seniorennachmittag vergangenen Sonntag möglich. Im Rahmen des Pfarrjubiläums, dass die Pfarrei Zell mit ihren 700 Jahren feiern kann und genauso die Pfarrkirche, die 140 Jahre alt wird, hatte der Pfarrgemeinderat aus Zell die Männer und Frauen ins Gemeinschaftshaus nach Beucherling eingeladen.
Bei dem verregneten Nachmittag füllte sich das Sportheim rasch und Dekan Ralf Heidenreich begrüßte die Anwesenden. Die musikalische Umrahmung übernahm Diakon Klaus Schülein auf seinem Akkordeon und spielte immer wieder passende Stücke. Zum verlockend, frischen Kaffeeduft konnten sich die Gäste am reichhaltigen Kuchenbuffet, mit allerlei selbstgebackenen Torten, Kuchen und Kleingebäck bedienen. Nach einem Plausch berichtete Pfarrer Tinu Nedumbakaran über seine Heimat Indien.

Der aus Kerala stammende Priester erzählte über seinen Orden, die Vincentianische Kongregation, die auch in Deutschland tätig ist. Dazu zeigte er anhand von Bildern und Videos über die Leinwand, was die katholische Kirche und das Christentum in Indien bedeutet, angefangen von der Taufe, zur Firmung und der ersten heiligen Kommunion, zur Ehe oder die Fastenzeit mit Aschermittwoch und Karfreitag bis hin zu Ostern, erklärte Pfarrer Tinu mithilfe von Beispielen, den interessierten Gästen.

Im Anschluss gab die Theatergruppe Lobenstein aus Zell mit ihren drei Akteuren, einen kurzen Sketch zum Besten. Mit einer Darbietung „Besuch bei Dr. Fühldichgut“ strapazierten Teresa Koch, Andreas Dietlmeier und Fabian Hecht die Lachmuskeln und bekamen dafür großen Applaus. Bei belegten Brötchen und Getränken, sowie einem Ratsch und Plausch mal dort, mal da, verweilte man noch lange beim Seniorennachmittag in Beucherling.

Die Theaterfreunde Lobenstein (Andreas Dietlmeier, Teresa Koch, Fabian Hecht) sorgten mit einem Sketch "Besuch beim Arzt" für Lacher.
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Was gehört zu einer Dorfweihnacht am Tag der letzten Rauhnacht? Natürlich, der Schnee und trockene Kälte. Am Abend der Epiphanisnacht – die Nacht zum Hochfest „Erscheinung des Herrn“, also dem darauffolgenden Dreikönigstag, waren die austragenden Zeller Vereine am Werk und hatten den Pfarrhof wieder bestens für die im wahrsten Sinne des Wortes „Winterparty“, vorbereitet. Bei der mittlerweile achten Dorfweihnacht konnte man sich endlich auch wieder über die weiße Pracht freuen, nur so viele Schneemaßen wie bei der ersten Dorfweihnacht im Januar 2017 waren es nicht.

Frau Holle war dennoch großzügig und besonders die Kinder hatten großen Spaß. Flackernde Kerzen säumten den Eingang des Pfarrhofes und allerlei wärmende beheizte Öfen und eine offene Feuerstelle hielten Groß und Klein, warm. Wenn sich auch heuer nicht so viele Besucher wie sonst einfanden, tat dies der guten Stimmung keinen Abbruch. Die Blaskapelle der Feuerwehr Zell spielte zudem ein paar weihnachtliche Stücke und verlieh dem Ganzen, ein gewisses Etwas.

Der Schützenverein Lobenstein hatte zu Bratwurst/-Knackersemmeln auch Feuerlis im Kipferl im Angebot. Für warme und kalte Getränke, war die Landjugend Zell zuständig. Zu Glühwein oder Kinderpunsch gab es auch einen verlockenden „Hot Aperol“.

Schon eine Tradition ist die Tombola, die wieder mit allerhand Preisen beeindruckte. Die Frauenrunde Zell übernahm dazu die Vorbereitung und Organisation, wobei auch die Bürger der Gemeinde allerlei Sachspenden abgeben konnten, die zum Teil die Gewinner überraschten. Der Losverkauf fand wieder reißenden Anklang, denn im Nu waren alle Lose unter die Besucher gebracht.

Die Verantwortlichen bedankten sich abschließend für die zahlreichen Spenden. Die erste Vorsitzende der Frauenrunde, Kuni Wanninger, machte mit den Kindern Stockbrot über dem Lagerfeuer. Drei Kilo Mehl hatte sie für den vorbereiteten Teig verarbeitet und die Aktion kam sehr gut an, nicht nur bei den Kindern.

Beim Stand des OGV Zell hatte man die Qual der Wahl. Entweder Kartoffelsuppe mit Brot oder süße Leckereien wie die frisch zubereiteten Waffeln, selbstgebackene Zimtstriezel und Aprikosenschnitten oder eben alles. Zuerst deftig - dann süß. Auch zahlreiche fruchtige Liköre luden zum Probieren ein. Bei guten Gesprächen verbrachten die Gäste im idyllischen, schneebedeckten Pfarrhof einen geselligen Abend an den wärmenden Öfen mit von innen wärmenden Getränken.





