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Pfarreiengemeinschaft Wald-Zell
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Erntedankfest in der Filiale Martinsneukirchen gefeiert

Am vergangenen Sonntag wurde in der Filialkirche St. Martin in Martinsneukirchen der Erntedankgottesdienst gefeiert. Dekan Ralf Heidenreich würdigte den liebevoll gestalteten Erntedankaltar, den der OGV Schillertswiesen vor dem Altar aufgebaut hatte. Ein besonderer Blickfang war ein hölzernes Wagenrad. Darauf waren verschiedene Getreidesorten wie Weizen, Gerste, Mais und Hafer sowie Erbsen, Lupinen und weitere Feldfrüchte zierten den Erntedankaltar.

In seiner Predigt griff Dekan Heidenreich das Evangelium nach Lukas vom reichen Kornbauern auf. Dieser hatte eine reiche Ernte eingefahren und plante, größere Scheunen zu bauen, um seine Vorräte zu lagern. Anschließend wollte er sein Leben genießen. Das Gleichnis mache deutlich, dass materieller Besitz keine Sicherheit für das Leben geben könne. Entscheidend sei vielmehr, „reich vor Gott“ zu sein. „Heuer habe die lange Zeit der Dürre gezeigt, wie abhängig der Mensch von den natürlichen Gegebenheiten sei. Gleichzeitig leben wir weiterhin in Überfluss. Vieles werde als selbstverständlich angesehen, während dennoch häufig über das geklagt werde, was fehle.

Erntedank lädt uns deshalb dazu ein, den Blick wieder auf das Wesentliche zu richten und dankbarer zu werden. Gerade im Alltag verlieren wir den Blick und übersehen, wie viel uns eigentlich geschenkt ist – angefangen bei den Gaben der Natur bis hin zu den zwischenmenschlichen Beziehungen“, so der Dekan. „Wenn es dir gut geht, vergiss den Herrn, deinen Gott nicht“, erinnerte hier Heidenreich. Bescheidenheit, Dankbar sein und die Wertschätzung für das scheinbar Selbstverständliche seien wichtige Gedanken des Erntedankfestes. Dabei stellte der Geistliche auch die häufige Aussage „Unsere Kinder sollen es später besser haben als wir“ in den Raum und fragte: „Aber geht es uns denn schlecht?“ Vielmehr gelte es, das Gute, das einem bereits geschenkt sei, bewusst wahrzunehmen und dieses Gefühl der Dankbarkeit weiterzugeben.

erntedank martinsneukirchen 2026 bild 2

Im Anschluss segnete der Pfarrer den vorbereiteten Erntealtar. Nach dem Gottesdienst zog es die Kirchenbesucher ins Gemeindehaus wo die Mitglieder des OGV Schillertswiesen mit einem Weißwurstfrühstück, warmen Wiener, Brezen, allerlei herbstlichen Suppen, wie Kürbis und Kartoffelsuppe mit frischem Bauernbrot, warteten. OGV-Vorsitzende Ulrike Müller begrüßte alle und freute sich über den großen Besucherandrang. Zugleich richtete sie ihren Dank an alle Helfer vor und hinter den Kulissen und für das Schmücken des Erntealtars.

Der Laib Brot mit der Aufschrift „Erntedank 2026“ der in der Mitte des Erntedankaltars platziert ist, wurde wieder von der Bäckerei Soller aus Roßbach gestiftet. Eine süße Nachspeise lockte nach dem Mittagessen am reichhaltigen Kuchenbuffet mit leckeren selbstgebackenen Torten, Kuchen wie Handgebäck. Auch der selbstgepresste Apfel-Birnensaft, der im Vorfeld bei einer Pflückaktion des OGV hergestellt und verarbeitet wurde, fand großen Anklang.