Ein alter katholischer Brauch zu Mariä Himmelfahrt ist das Binden von Kräuterbuschen. Dabei werden heimische Heil- und Würzkräuter sowie Blumen zu kunstvollen Sträußen gebunden, die am 15. August im Gottesdienst geweiht werden. Anschließend finden sie traditionell ihren Platz in Haus und Hof und sollen Schutz für die Familie bringen.
Der Obst- und Gartenbauverein Zell hatte einen Tag vor Mariä Himmelfahrt zum gemeinsamen Kräuterbuschenbinden in den Pfarrhof Zell eingeladen. Gleichzeitig wurde um Spenden von Kräutern und Blumen gebeten. Trotz der anhaltenden hochsommerlichen Temperaturen und der Trockenheit kam eine erfreulich große Menge an Material zusammen. So konnten die zahlreichen freiwilligen Helferinnen mehr als 50 prächtige Kräuterbuschen sowie mehrere Kränze und kleinere Büscherl binden.
OGV-Vorsitzende Roswitha Dummer begrüßte die fleißigen Helfer und dankte ihnen ebenso wie allen, die Kräuter und Blumen gesammelt und zur Verfügung gestellt hatten. Nach getaner Arbeit saßen die Beteiligten noch bei Kaffee und Kuchen gemütlich beisammen. Am „Frauentag“ selbst wurden die gebundenen Werke sodann in der Zeller Pfarrkirche vor dem Gottesdienst zum Verkauf angeboten.