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Pfarreiengemeinschaft Wald-Zell
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Zell feiert Patrozinium - das Hochfest Mariä Himmelfahrt

Ein Tag der Tradition und des Dankes – so kann man das Hochfest Mariä Himmelfahrt bezeichnen.

Vielerorts duftete es am Feiertag nach Kräutern und Blumen in den Kirchen. Am Samstag konnte in der Zeller Pfarrkirche, die ebenfalls auf den Namen „Mariä Himmelfahrt“ geweiht ist, das Patrozinium mit einem würdevollen Gottesdienst im Jubiläumsjahr gefeiert werden. Für viele Gläubige ist der 15. August auch als „Frauentag“ bekannt. Mariä Himmelfahrt gilt als das bedeutendste der Marienfeste.

Zahlreiche Gottesdienstbesucher waren mit festlich gebundenen Kräuterbuschen gekommen und legten diese vorne am Altar zu Füßen der Mutter Gottes nieder. Die Segnung der Kräuter und Blumen gehört seit Jahrhunderten zum Brauchtum dieses Festtages. Einer Legende zufolge fanden die Apostel beim Öffnen des Grabes Mariens statt ihres Leibes wohlriechende Blumen und Kräuter vor. Dies wird als Zeichen ihrer Aufnahme mit Leib und Seele in den Himmel gedeutet. Zudem bieten die gesegneten Kräuter, daheim im Herrgottswinkel Schutz vor Unheil wie Krankheit und schlechten Einflüssen. Am Eingang der Kirche hatte der Obst- und Gartenbauverein Zell mit Vorsitzender Roswitha Dummer einige duftende Kräuterbuschen, Kränze und Sträuße zum Verkauf angeboten.

Zu den Klängen des Liedes „Maria aufgenommen ist, Halleluja“ zog Dekan Ralf Heidenreich mit den Ministranten in die geschmückte Kirche ein. In seiner Predigt nach der Lesung aus der Offenbarung des Johannes stellte er die eigentliche Botschaft des Festes heraus: Maria wurde mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen. Damit verbindet sich die christliche Hoffnung, dass der Mensch nicht allein für das Vergängliche dieser Welt bestimmt ist.

Diese Botschaft findet sich auch im Zeller Altarbild wieder. Maria ist dort mit dem Mond unter ihren Füßen, von Herrlichkeit umstrahlt und mit zwölf Sternen über ihrem Haupt dargestellt. Der Mond kann dabei als Sinnbild für das Vergängliche und Wandelbare verstanden werden. Die Herrlichkeit, in der Maria erscheint, verweist dagegen auf Gott und das ewige Leben. „Wer an Gott glaubt, trägt Licht in die Welt“, so der Geistliche“.
Im Anschluss an den Gottesdienst segnete Dekan Ralf Heidenreich die Kräuter- und Blumenbuschen mit Weihwasser. Zum Abschluss dankte er den Frauen, die sich um das Binden der Kräuterbuschen gekümmert hatten. Dieser Brauch werde leider nicht mehr überall gepflegt. Sein Dank galt ebenso dem Kirchenchor Zell, der unter der musikalischen Begleitung von Michaela Kangler-Lang an der Orgel für die festliche Umrahmung des Gottesdienstes sorgte.

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Für Dekan Ralf Heidenreich beginnt nun der Urlaub bis zum 10. September. Die Vertretung übernimmt Pfarrer Tinu, der im Zeller Pfarrhof wohnt.Ein weiterer Termin im Jubiläumsjahr steht am Sonntag, 13. September, an. Um 16 Uhr findet in der Zeller Pfarrkirche ein Konzert statt. Dazu ist die gesamte Bevölkerung eingeladen.